Attacken sind brutal und feige

Wann immer irgendwo auf der Welt ein Anschlag verübt wurde, kommt geschwind wie der Wind ein weiser Amtsträger daher und verkündet dem gemeinen Volke von der Kanzel der Betroffenheit, daß dieser Anschlag doch brutal und feige war.

Da ich sehr auf meinen guten Ruf bedacht bin, niemanden enttäuschen möchte und daher in meinem Leben bzw. beim Ableben rein gar nichts falsch machen möchte, möge man mir rein vorsorglich, nur für den Fall, daß ich mich doch noch für das Berufsziel Terrorist entscheiden sollte, erklären, wie ich meine Anschläge zu gestalten hätte, die hinterher weder als feige noch als brutal gelten. Nichts würde mich betroffener machen, als wenn ich nach meinen erfolgreichen Anschlägen mit unzähligen Toten den Medien die überaus traurige Nachricht entnehmen müsste, ich sei feige, ja gar brutal gewesen. Nein, das möchte ich wirklich nicht, da bin ich doch sehr eigen. Man ist schließlich auch beim Massakrieren immer noch Humanist und ebenso hat man als Terrorist seinen Berufsstolz. Noch bevor also das Blut getrocknet ist, möchte ich inmitten der Dutzenden Toten von der Welt eine Ode auf meine Sanftmut beim Töten vernommen wissen. Wohlan, sagt mir wie soll ich richten?

Ein Kommentar

  1. […] auch. Wie sähe denn ein gutartiges Attentat aus? Aber das Thema hatte ich schon an anderer Stelle (brutal und feige). Ich persönlich halte übrigens auch nichts von der nicht nur Deutschland betriebenen […]

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