Tag Archiv für Großbritannien

Genderismus widerlegt sich selbst: Oxford erhöht wegen Frauen Prüfungszeit

Die Prämisse des Genderismus ist immer, daß Frauen alles mindestens genauso gut, im Grunde sogar besser machen als Männer. Dies passt zwar nicht zur Argumentation, daß das biologische Geschlecht ein soziales Konstrukt ist und jederzeit gewechselt werden könne und somit keine binäre Einteilung möglich ist. Aber im Genderismus passt sowieso nichts zusammen, Thesen werden nach Bedarf aufgestellt. Weiterlesen

Attacken sind brutal und feige

Wann immer irgendwo auf der Welt ein Anschlag verübt wurde, kommt geschwind wie der Wind ein weiser Amtsträger daher und verkündet dem gemeinen Volke von der Kanzel der Betroffenheit, daß dieser Anschlag doch brutal und feige war. Weiterlesen

Brexit: Sigmar Gabriel will Briten möglichst schnell loswerden

Nachdem Vizekanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) am Tag nach dem erfolgreichen Brexit-Referendum in vorauseilender Panik seine Reise nach Moskau für diese Woche abgesagt hat, verlangt er nun von Bundeskanzlerin Angela Merkel Druck auf die Briten auszuüben. Es scheint als habe Gabriel das Austrittsverfahren nicht verstanden. Weiterlesen

Brexit: Von Panikwarnungen und Dummheit

Inzwischen hat es sich unübersehbar herumgesprochen, daß eine knappe Mehrheit der Wahlberechtigten Briten für den Ausstieg aus der EU gestimmt hat. Ich für meinen Teil sehe das als positives Ergebnis, aber nicht weil ich die Briten nicht in der EU haben will, auch wenn sie geschickter im Verhandeln waren und für sich niedrigere Mitgliedsbeiträge rausgeschlagen haben, sondern aus vollkommen anderen Gründen. Weiterlesen

Mit Homöopathie gegen Senfgas

In den Kriegsjahren 1941-1942 gab es in Großbritannien eine Zusammenarbeit zwischen dem Heimatschutzministerium und der British Homoeopathic Society zur Klärung der Frage, ob Homöopathie gegen Senfgas, ein äußerst toxisches und karzinogenes Hautgift, tödlich bei Inhalation durch Zerstörung der Bronchien, welches zuerst im 1. Weltkrieg als chemischer Kampfstoff eingesetzt worden ist, wirksam ist. Ausgehend von den Erfahrungen des 1. Weltkrieges bekamen Forschungen zu Prophylaxe und Behandlung von Senfgasvergiftungen oberste Priorität. Im Rahmen dieser Untersuchungen fragte das Heimatschutzministerium beim Rat der britishen homöopathischen Gesellschaft an, ob sie wissenschaftliche Erkenntnisse zu Homöopathika habe, die als Gegenmittel bei Senfgasintoxikationen eingesetzt werden könnten. Der Rat verneinte dies, teilte aber mit, daß Therapeuten bereit wären entsprechende Homöopathika herzustellen. Gleichzeitig unterbreitete man dem Ministerium einen Vorschlag für ein entsprechendes Forschungsprogramm, sofern dieses vom Ministerium gefördert werden würde. Allerdings hat der Rat diese Entscheidung nicht einstimmig getragen. Der Präsident, John Paterson, war der Meinung Homöopathie würde entsprechende Tests erfolgreich bestehen, wohingegen andere Mitglieder der Meinung waren, negative Ergebnisse könnten die Stellung der Homöopathie im nationalen Gesundheitswesen (National Health Services, NHS) gefährden. Weiterlesen

Internetfilter gegen Terrorpropaganda

Vollkommend überraschend und durch niemanden vorhersehbar wird der britische Pornofilter im Internet jetzt auf Terrorpropaganda erweitert. Jetzt benötigt man nur noch eine möglichst weit gefasste Definition von Terrorpropaganda. Da dies langfristig natürlich nicht ausreichend sein wird um den Bürger umgehend zu schützen, kann man darauf warten, daß es bald eine Erweiterung auf politischen und religiösen Extremismus geben wird. Der Weg zu einem Filter für antisoziale Meinungen, so wie bereits antisoziales Verhalten (Anti-Social Behaviour Order, ASBO; Wikipedia) Einzug in die britische Gesetzespraxis gefunden hat, ist es dann nicht mehr weit. Auch die „Contentindustrie“ wartet nur auf den Augenblick Urheberbrechtsfilter installieren zu dürfen. Weiterlesen

Fuck Zensur

Deutsche Behörden haben gerade Beweis erbracht, daß Zensur des Internets nicht wirklich einwandfrei funktioniert und auch andere Sachverhalte gesperrt werden. Nachdem ein YouTube-Video eines abgehörten, privaten Telefongespräches zwischen der US-Diplomatin Victoria Nuland und dem US-Botschfter Geoffrey Pyatt in der Ukraine, in dem sie mit einem robusten „Fuck the EU“ unmißverständlich ihre Meinung kundtat, für reichlich Diskussionsstoff sorgt, konnten etliche Berliner Beamte die Berichterstattung darüber nicht verfolgen, da der behördeneigene Pornofilter auf Grund des Wortes „Fuck“ den Abruf entsprechender Seiten unterdrückte.

Man denke an die Zeit von Zensursula und ihre Kinderpornosperre zurück, wo hoch und heilig versprochen wurde, daß derartige Filter präzise funktionieren würden und niemals andere Inhalte gesperrt werden. Anders lautende Einwände von Kritikern wurden als substanzlos beiseite geschoben und diese als „pädokriminelle“ verunglimpft. Nun haben die Behörden selbst den Gegenbeweis erbracht und dabei auch mit aufgezeigt, daß eine einmal geschaffene Zensurinfrastruktur auch mit Leichtigkeit mißbraucht werden kann, um die Verbreitung beliebiger Inhalte zu behindern.

Um Weihnachten kam heraus, daß Großbritannien dieselbe Erfahrung mit Filtern gemacht hat, allerdings waren hier die Bürger betroffen. Der britische Internetfilter blockte nicht nur die Webseiten der Politikerin — Claire Perry —, die für die Einführung des Filters maßgeblich war, sondern u. a. auch die der British Library und der National Library of Scotland, sowie des Parlaments und von Wohltätigkeitsorganisationen.

Abgesehen von der Tatsache, daß wohl eine nicht unerhebliche Anzahl von EU-Bürgern Fr. Nuland zustimmen würde, ist die Aufregung über ihre Aussage übertrieben und scheinheilig. Viel interessanter ist der restliche Inhalt des Gespräches (Transkript), zeigt er doch einmal mehr recht gut auf, daß die Revolution in der Uraine von erheblichen äußeren Interessen gesteuert ist und keine Sache der Ukrainer alleine ist. Das wäre der eigentliche Diskussionspunkt in der Angelegenheit.

Beschlagnahme von Elektronik

Als man den Partner des Guardian Journalisten Glenn Greenwald, der die Snowdenaffäre ins Rollen gebracht hat, David Miranda, am Londoner Flughafen für neun Stunden nach dem britischen Terrorgesetz festgehaltgen hat, hat man auch alle seine elektonischen Geräte (Rechner, zwei USB-Sticks, eine externe Festplatte, Spielkonsole, Telefon, Uhr) konfisziert und ihm bei der Freilasssung nicht wieder ausgehändigt. Weiterlesen