Geht die SPD wirklich in die Opposition, die ja bekanntlich Mist ist?

Martin Schulz hat groß breit verkündet, mit der SPD nach der Wahlniederlage (die natürlich nicht auf Fehlern der SPD beruht, sondern der Wähler nur immer noch nicht verstanden hat, was die SPD wirklich will) in die Opposition gehen zu wollen und der Fraktionsvorsitzende der SPD im Bundestag, Thomas Oppermann, verteidigt diese Entscheidung heftig.

Nachdem ich die Berliner Runde gesehen habe, frage ich mich, ob diese Entscheidung nicht nur ein Bluff ist. In der Sendung konnte man den Eindruck gewinnen, daß Merkel doch ganz gerne mit der SPD weiterregieren möchte, war ja auch recht pflegeleicht für sie. Aber auch bei Martin Schulz habe ich nicht den Eindruck gewonnen, daß er einer Neuauflage der großen Koalition wirklich ablehnend gegenüber steht. Merkel und Schulz haben in der Sendung so ziemlich auf Friede, Freude und Eierkuchen gemacht. Es sieht vielmehr danach aus, als ob man einerseits sein Gesicht wahren und andererseits sich möglichst teuer verkaufen möchte.

Szenario: Merkel verhandelt mit FDP und Grünen, bekommt keine Einigung zwischen Grünen und FDP hin (obwohl die FDP geradezu nach der Regierungsbank lechzt) und bittet dann Martin Schulz untertänigst in eine Koalition. Nach etwas zieren, wie es sich für eine Jungfrau anstandshalber gehört, lässt er sich dann allergnädigst gegen ein weiteres Ministeramt für die SPD herab, in eine große Koalition einzuwilligen, für Deutschland, zur Rettung der Vaterländer_innen, denn schließlich droht mit der AfD, die gar nicht in die Regierung kommt, der Weltuntergang. Martin Schulz, der Weltretter. Ja, das wäre das Richtige für den Martin.

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