Die Materialbeschaffungsplanung beginnt

Gestern hatte ich noch die fehlende Kompetenz im Bundesgesundheitsministerium beim Vorgehen zur Eindämmung der Coronaviruspandemie (Covid-19) beklagt, da kannte ich allerdings noch nicht die Verlautbarungen aus dem Ministerium dazu:

Oh, es gibt schon einen Krisenstab? Wenn das mal nicht verfrüht ist, immer diese Hektik. Wie sieht denn dieser bestmögliche Schutz nun konkret aus?


Hier fragt man sich unwillkürlich, ob man dort ausgiebig geschlafen hat. Wohlgemerkt, sie tun noch nichts, sie planen erst! Die Epidemie begann vor mehreren Monaten, seit Wochen weiß man, das Atemschutzmasken größtenteils ausverkauft sind, die noch dazu oftmals in China hergestellt werden, und auch Desinfektionsmittel knapp werden. Aber sie haben jetzt einen Krisenstab eingesetzt, der plant im weiteren Verlauf Material zu beschaffen. Man unterschätzt seit Wochen die Gefährlichkeit des Virus’, gerade wenn die Meldungen über die Mortalitätsrate derartigen Schwankungen unterworfen ist. Konkretes Beispiel: Italienrückkehrer sollen nun informiert werden. Information schadet nicht, aber wegen der möglichen mehrwöchigen Inkubationszeit gehören die getestet! All das hätte bereits vor Wochen passieren müssen. Unsere Regierung verhält sich wie eine Feuerwehr, die im brennenden Haus versucht noch schnell Rauchmelder in den noch nicht vom Feuer erfassten Zimmern nachzurüsten. Auch darf natürlich der schon obligatorische Verweis auf Europa — gemeint ist wohl mal wieder die EU — nicht fehlen. Auch das hat System, immer wenn die Politik nicht gewillt oder nicht in der Lage ist etwas zu tun verschiebt man das Problem auf die europäische Ebene, die für ihr schnelles Handeln und ihre unbürokratische Vorgehensweise berüchtigt ist. Die einzige Ressource die man jetzt noch auf europäischer Ebene bündeln kann ist der Mangel.

Vor einer guten Woche hat Außenminister Heiko Maas sogar noch damit geprahlt eine Hilfslieferung mit Gütern nach China gesandt zu haben.

Die Lage wird sich wohl noch weiter verschärfen, da — völlig unabhängig von der Epidemie — sich eine weitere Migrationswelle aus dem Nahen Osten auf Europa, sprich Deutschland, zu bewegt wie Reuters gemeldet hat:

Turkey will no longer stop Syrian migrant flow to Europe: Turkish official.

Turkey has decided to no longer stop Syrian refugees from reaching Europe by land and sea, a senior Turkish official told Reuters on Thursday, in anticipation of the imminent arrival of refugees from Syria’s Idlib where nearly a million have been displaced.

Turkish police, coast guard and border security officials have been ordered to stand down, the Turkish official added.

Das betrifft dann sowohl diejenigen, die bereits jetzt in der Türkei nach einer Gelegenheit zur Einreise nach Europa ausharrten, als auch neue Migranten aus der syrischen Terroristenhochburg Idlib.

Was macht eigentlich Bundeskanzlerin Angela Merkel so den lieben langen Tag? Man weiß es nicht, aber das Muster kennt man von ihr bereits. Wird es kritisch taucht sie ab und erst wieder auf, wenn sich die Lage beruhigt hat. Nun sind sie halt da, die Viren.

Egal welche Krise derzeit in Deutschland auftritt, auf Behörden- und Staatsversagen ist vollumfänglich verlass! Auf allen Ebenen finden sich an den entscheidenden Stellen nur noch Dilettanten, die mit Parteipolitik beschäftigt sind und weder Zeit noch Intellekt für Sachfragen haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.