Ein Feuerwerk bunter Ideen

Hört ihr Leut’ und lasst Euch sagen, Allerorten in der Republik hat der Wahlkampf für die Bundestagswahl begonnen. Am weitesten fortgeschritten mit der Vorstellung ihres Wahlprogramms ist die Partei Die Grünen. Wie sagte doch die ungewählt gewählte designierte Kanzlerkandidatin Katrin Göring-Eckardt doch so schön treffend:

Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich sage euch eins, ich freue mich darauf.

Ein wahres Freudenmädchen diese Katrin und damit ihre Freuden nicht ein jähes Ende finden, präsentieren uns Die Grünen bereits gleich zu Anfang des Wahlkampfs ein wahres Feuerwerk bunter Ideen für das Neue Deutschland.

  • Der neue grüne Justizsenator Dirk Behrendt von Berlin greift gleich bei der ersten Amtshandlung konsequent mit der Einführung von Gendertoiletten zur Rettung der Hauptstadt durch.
  • Um das grüne Wahlvolk zu stimulieren schlägt Elisabeth Scharfenberg, die Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen, Sexualassistenz, vulgo Prostituierte, für pflegebedürftige und Schwerkranke auf Rezept vor. Nicht ganz falsch der Ansatz, aber das könnte rechtlich schwierig werden, denn wahrscheinlich hat Fr. Scharfenberg nicht bedacht, daß die Prostituieren leider volljährig sein müssen. Mir persönlich erscheint es gesellschaftlich dringlicher Sexualassistenz in Asylantenheimen auf Kosten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) einzuführen.
  • Stuttgart, ein Kessel Buntes, leidet unter Feinstaub und um diesem Problem ein für alle Mal dauerhaft den Garaus zu machen, nachdem die Verlangsamung des Verkehrs durch die Grünen das Gegenteil bewirkt hatte, schlägt irgendsoein grüner Fritze in der Stadt, Oberbürgermeister Kuhn genannt, ein Verbot von privatem Silvesterfeuerwerk vor.
  • Bei der Suche nach geeigneten Wahlterminen für die Wahl zum 19. Deutschen Bundestag kamen die Sonntage vom 17. und 24. September 2017 in die nähere Auswahl, wobei die Grünen den 17. September zur Bundestagwahl favorisierten, weil am 24. der Berlin-Marathon stattfindet. Wie immer bei den Grünen, eine klare Prioritätensetzung ist deutlich zu erkennen.

Wenn hier jetzt jemand meint, es fehle doch noch der Vorschlag vom Umweltbundesamt (UBA) die Steuern für Fleisch zu erhöhen, muss ich denjenigen enttäuschen. Maria Krautzberger, die Leiterin des UBA, ist von der Konkurrenz, der SPD. Obwohl, wenn man es recht bedenkt, sie studierte Soziologie und Anglistik, die könnte ohne Weiteres eine grüne IM bei der roten SPD sein. Der grüne Anton — einmal legen und föhnen — Hofreiter verkündete bereits ein Verbot der Massentierhaltung (Als ob Einzeltierhaltung besser wäre; man denke an die gemeinsame Lagerung von einzelnen Katzen und radioaktivem Abfall in kleinen, geschlossenen Holzkisten auf den Schrödingerhöfen). Es ist also davon auszugehen, daß man aus psychoreligiösen Gründen beim Schweinefleisch anfängt. Der Umwelt zu liebe.

Für die Nerds fehlt noch was in den Vorschlägen. Die Grünen hatten Ende Oktober ihren 3. Netzpolitischen Kongress (#NK16), daraus haben sie doch bestimmt einige bahnbrechende Ideen für ihr Wahlprogramm destillieren können. Ich denke da an Innovationen wie kabelgebundenes Überall-WLAN um den Elektrosmog zu reduzieren, eine Quote für frauenfreundliche Händis, in rosa, oder gar eine genderneutrale Chip-Archtitektur damit der Zwang entfällt, sich in ein binäres Gender-System einzusortieren, in dem sich viele verqueere Bits nicht wiederfinden. Auch ist es wirklich nicht mehr zeitgemäß und zeugt vom tiefsitzenden strukturellen Rassismus in der IT, wenn das Arbeiten mit white space in Ausdrücken als vollkommen regulär betrachtet wird.

Das alles ist erst der Anfang, denn so richtig begonnen hat der Wahlkampf noch nicht, das Beste hebt man sich ja bekanntermaßen immer bis zum Schluss auf. Seien wir also auf die noch kommenden Höhepunkte im Programm gespannt. Und eines ist sicher, das ist keine bloße Wahlpropaganda, keine fake news, nein die halten ihre Versprechen, wenn man sie denn nur reinließe in den Bundestag. Somit sind die Grünen unter den zur Auswahl stehenden Parteien die mit Abstand ehrlichtse Partei. Die Frage lautet also: „Wolle mer se wirklich nei’lasse?“ Helau!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.