Tag Archiv für Plagiat

Dr. plag. Leyen: Abgeschrieben, aber keine Betrugsabsicht weil zu dämlich

Nachdem es die letzten Monate recht still um das Verfahren der Überprüfung auf die vom Vroniplag aufgedeckten Plagiate in der Dissertation von der derzeitigen Kriegsministerin Ursula von der Leyen (CDU) war (abgesehen von einem inhaltlich ziemlich flachen Verteidigungsversuch des Plagiarismus), ist heute die Entscheidung bekannt gegeben worden: Ursula von der Leyen darf den ihr verliehenen Grad eines Dr. med. behalten (Presseerklärung). Weiterlesen

Ghostwriter

Michael Hartmer vom Hochschulverband fordert die Einführung des neuen Straftatbestandes „Wissenschaftsbetrug“ in das Strafgesetzbuch, um den zunehmenden Betrug bei schriftlichen Arbeiten durch Ghostwriting und Plagiarismus einzudämmen. Bei einem Plagiat werden Texte aus anderen Arbeiten übernommen und als die Eigene ausgeben, wohingegen beim Ghostwriting gleich die ganze Arbeit im Auftrag von einer anderen Person geschrieben wird, dennoch ist Beides Betrug, da der Prüfling Leistungen Dritter als die Eigene ausgibt. Weiterlesen

Lammert solidarisiert sich mit Betrügern

Eigentlich hatte ich bis vor ein paar Tagen gedacht, das Thema plagiierte Dissertation der Annette Schavan wäre endgültig durch und abgehakt, aber weit gefehlt, die eigentlich interessanten Dinge kommen erst jetzt ans Licht. Vor Kurzem sickerte ein interner, hochinteressanter Bericht des Dekans der Philosophischen Fakultät der Heinrich Heine Universität Düsseldorf durch, aus dem hervorgeht unter welchem Druck die Fakultät stand, in der Causa Annette Schavan trotz Fehlverhaltens auf keinen Fall die Promotion abzuerkennen (Süddeutsche, Abschlussbericht). Gestern dann die Entdeckung, daß Fr. Schavan ihren Dr.-Grad nun mit einem Verfalldatum versehen weitergeführt hat und heute nun die Solidaritätserklärung von Bundestagspräsident Norbert Lammert mit der Betrügerin Schavan, durch Absasge als Festredner zum 50jährigen Juniläum der Universität. Weiterlesen

Promotion mit Verfalldatum

Lebenslauf von  Annette Schavan als Deutsche Botschafterin beim Vatikan.

Lebenslauf von Annette Schavan als Deutsche Botschafterin beim Vatikan. (Bildschirmfoto)

Die Plagiatorin Annette Schavan, nun Botschafterin Deutschlands beim Vatikan, führt ihren erschwindelten Dr. phil. in ihrem Lebenslauf auf der offiziellen Webseite des Auswärtigen Amtes weiter auf (via RP-Online), jedoch nun mit dem Zusatz „gültig bis 2014“. Es wird getrickst bis zum geht nicht mehr, nicht mal mit Anstand verlieren kann die Person. Ihre Einsichtsfähigkeit geht gegen Null und zeigt daß sie nie verstanden hat, was Wissenschaft eigentlich ist, auch wenn sie sich selbst lächerlicherweise immer als „Vollblutwissenschaftlerin“ tituliert(e). Weiterhin ist es nicht nur als Diplomat ein äußerst schlechter Stil, gleich zu Arbeitsbeginn mit einer Lüge aufzuwarten. Gute Diplomatie hat auch etwas mit Vertrauenswürdigkeit und Integrität zu tun, alles Dinge die Fr. Schavan gerade nicht vorweisen kann. Allein dieses Verhalten zeigt, daß sie niemals hätte Ministerin für Bildung und Forschung werden dürfen. Schmeißt die Frau endlich aus der Politik!

Promotionen sind Verwaltungsakte ohne Verfalldatum und keine Fischkonserven. Ergeht ein Verwaltungsakt auf Grund falscher Voraussetzungen, hier die Täuschung der Fakultät, werden sie rückwirkend aufgehoben, da der Promovend den Grad niemals rechtmäßig erworben hatte.

Nachtrag 29.07.2014:
Inzwischen wurde der Lebenslauf auf der Webseite korrigiert: „Promotion zum Dr. phil. (aberkannt 2014)“ heißt es nun dort (Bildschirmfoto) und genau dies entspricht wenigstens auch den Tatsachen, auch wenn die Promotion nie rechtmäßig erfolgt ist.

Exzellente Wissenschaftskorruption

Eigentlich kaum zu glauben, die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), immerhin eine (Möchtegern-) Exzellenzuniversität, hat Plagiatorin Annette Schavan in den Hoschulrat gewählt, sogar einstimmig!

Der Hochschulrat der LMU setzt sich aus zehn Mitgliedern des Senats sowie zehn Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur und insbesondere aus Wirtschaft und beruflicher Praxis zusammen.

Wissenschaft kann Fr. Schavan nicht, wie sie selbst nachgewiesen hat, bleibt für sie also nur noch eine Persönlichkeit aus Kultur, Wirtschaft und beruflicher Praxis zu sein übrig. Schwierige Entscheidung … Weiterlesen

An der Uni Innsbruck ist plagiieren statthaft

An der Universität Innsbruck wurde die Latte für Wissenschaftlichkeit auf ein bisher unerreichtes Niveau abgesenkt. Zunächst wurde Dominic Stoiber von der Universität Innsbruck in der 1. Instanz wegen Plagiarismus der Doktorgrad entzogen, wogegen er klagte Einspruch erhoben hatte. Nach dem letzten Beschluss erhielt er den Doktorgrad mit einer geradezu abenteuerlichen Begründung zurück: Weiterlesen

Bildungsministerin Wanka will einheitliche (Über-)Prüfungsregeln

In einem Interview (RP, Spiegel) hat die neue Ministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka (CDU), geäußert, dem Wissenschaftsrat vorzuschlagen, einheitliche Überprüfungsregeln für Dissertationen im Falle eines Plagiatverdachtes zu schaffen, es geht nicht um einheitliche Prüfungsregeln bei Anfertigung einer Dissertation. Was sich zunächst sinnvoll anhört, dürfte wohl bestenfalls eine Form von politischem Aktionismus sein, denn es kann nicht falsch sein gegen Plagiate zu sein. Es sollte aber nicht vergessen werden, daß Frau Wanka zur CDU gehört und eine engagierte Genderförderin ist. Beides sind keine guten Voraussetzungen um das Problem sachgerecht zu lösen. Weiterlesen

Universität Kairo entzieht Betrügerin Schavan den Dr. h.c.

Die Universität Kairo ist die erste Uni nach dem Entzug des Doktortitels im Plagiatsfall Schavan, die Nägel mit Köpfen macht und Annette Schavan den 2009 verliehenen Dr. h.c. entziehen will. Vielleicht haben sie dort auch nur einen Grund gesucht, ihr den Ehrendoktor zu entziehen, denn immerhin war sie die erste Frau die von der Uni Kairo diese Auszeichnung (für was eigentlich?) erhalten hat. Das geht in einem von Muslimbrüdern regierten Land schon mal gar nicht, wie der Fall Doria Shafiq zeigt.

Dennoch ist es eine für die deutschen Unis hochgradig peinliche Angelegenheit, da die Uni Lübeck ihr gerade erst einen weiteren Dr. h.c. angeheftet hat und sie bei der FU-Berlin immer noch Honorarprofessorin ist.

Schavan wurde zurückgetreten, Genderförderin Wanka wird Nachfolgerin

Es ist vollbracht. Vollkommen unerwartet hat wiedereinmal Merkel ihr Vertrauen gezeigt und einen ihr derzeit im Wege liegenden Stein aus dem Wege geräumt. Diesmal hatte die Plagiatorin und Religionsministerin Annette Schavan — die Frau, die noch nie abgeschrieben hat — Merkels Erlaubnis ihren Rücktritt erklären zu dürfen. Wurde auch Zeit, und jetzt möchten wir den Namen Schavan nicht mehr in Politik und Wissenshaft hören. Übrigens, Schäuble genießt auch Merkels Vertrauen, schon erstaunlich lange. Wahrscheinlich suchen sie da noch nach dem Umschlag mit dem Geld.

Als Nachfolgerin von Annette Schavan im BMBF wurde die Mathematikerin Fr. Prof. Dr. Johanna Wanka (CDU) ernannt. Ich habe so meine Zweifel, ob dies aus Sicht der Wissenschaft (aber es geht ja auch um Politik, nicht um Wissenschaft) eine sinnvolle Wahl ist, Weiterlesen

Schavan: 12 zu 2 und weg ist der Doktor

Der Fakultätsrat Philosophischen Fakultät der Uni Düsseldorf hat Annette Schavan mit 12 Stimmen, bei einer Enthaltung, den Doktor aberkannt (hier, hier). In der Presseerklärung heißt es: Weiterlesen